E-Mobility

Neue Antriebstechnologien – neue Chancen

Elektro- und Hybridfahrzeuge bieten unserer Branche große Chancen und stellen sie zugleich vor große Herausforderungen. Schon seit mehreren Jahren setzen wir uns intensiv mit dem Thema auseinander. Wir haben ein eigenes Team in der Produktentwicklung für Hochstrom-Systeme sowie die entsprechenden Laboreinrichtungen für die Validierung der Produkte aufgebaut.

Genaugenommen handelt es sich um eine Komplementär-Technologie und eine Weiterentwicklung dessen, was wir schon seit Jahrzehnten erfolgreich machen. Wir entwickeln und produzieren Stecker, Spezialkabel-Assemblies und Komponentenbaugruppen. In der Hochvolttechnik fordern drei Themen unsere Aufmerksamkeit und den Einsatz unseres Know-hows: Berührungsschutz, Lichtbogen und Sicherheit bei Unfällen. Der Berührungsschutz, da Spannungen ab 70 Volt für den Menschen tödlich sein können. Der Lichtbogen beim Trennen von elektrischen Verbindungen, denn die Temperaturen im Lichtbogen betragen bis zu über 1000 °C und können Oberflächen zerstören bzw. Brände auslösen. Und die Sicherheit bei Unfällen, da Kurzschlüsse einen Fahrzeugbrand zur Folge haben können.

Aus technischer Sicht sind die größten Schwachpunkte von Elektroautos die Energiedichte der Batterien, die Batteriekosten und Ladezeiten. Jeder Berufstätige weiß, dass man an einem Tag mit einigen Geschäftsterminen maximal Tankpausen einplanen kann, kaum aber längere Ladezeiten. Derzeit hat das Elektroauto im Stadtverkehr seine größte Effizienz, und dennoch fehlt im urbanen Raum die nötige Infrastruktur für die sogenannten Laternenparker. Hier sind meiner Meinung nach sowohl Politik als auch Investoren gefragt.

Zudem lässt man die Verbraucher völlig im Unklaren darüber, wie die Besteuerung von Elektroautos zukünftig erfolgen wird. Die momentane Subventionierung kann nur eine Übergangslösung sein.

In welchem Umfang sich diese Technologie auf dem Markt behaupten wird, ist also aus vielen Gründen unklar. Viele sehen das Elektroauto ohnehin als Zwischenlösung auf dem Weg zum Hydrogenauto. Dennoch dürfen wir nicht den Fehler begehen, den Verbrennungsmotor jetzt schon abzuschreiben. Hier kommen in naher Zukunft spannende Entwicklungen auf den Markt, die die Emissionen weiter senken und die Effizienz deutlich steigern.

Eine weitere Entwicklung ist für uns besonders spannend – das Fahrzeug wird mehr und mehr zum mobilen Supercomputer. Trends wie das autonome Fahren erfordern Kommunikationsbus-Systeme mit Datenraten zwischen 25 und 50 Gigabyte pro Sekunde. Das sind enorme physikalische Herausforderungen, mit denen wir uns ebenfalls seit geraumer Zeit auseinandersetzen. Da Hirschmann eine lange Tradition in der Hochfrequenztechnik hat, bedeutet diese Entwicklung für uns „back to the roots“.

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