Die Digitalisierung im neuen Jahrzehnt: Smart, mit Raum für Fehler

Seit 28 Jahren gibt es das Internet, und dass es sich mittlerweile tatsächlich durchgesetzt hat, können wir nur noch bestätigen. Aber erst seit ein paar Jahren krempelt das Internet wirklich die gesamte Welt um. Doch wie wir das vom Umgang mit den Hemdsärmeln kennen, ist das Umkrempeln ein langwieriger Prozess. Ob umgekrempelte Hemden zu den Trends der letzten und der kommenden Jahre gehören, möchten wir nicht beurteilen, wir können aber eine kleinen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der Digitalisierung geben:

 

Und plötzlich wird alles »smartifiziert«

Smart Home, Smart Phone, Smart Factory, Smart Watch. »Smart« ist das Trendadjektiv der Stunde, falls eine Stunde zehn Jahre dauern kann. Die Digitalisierung führt dazu, dass Intelligenz dort eingebaut wird, wo zuvor keine war. Deswegen schaut man vom gewöhnlichen Haus neidvoll auf das des Nachbarn hinüber, dessen Jalousien sich automatisch schließen, wenn der Rasensprenger angeht, der wiederum aufgrund des Wetterberichts weiß, dass es Zeit ist, das Grün zu benetzen. Genau hier zeigt sich schon der erste Trend der Digitalisierung:

 

Die große Vernetzung

Die Geräte sind miteinander vernetzt und handeln in Abhängigkeit voneinander und unter Berücksichtigung externer Daten. Im Garten eines Smart Home führt das dazu, dass aus dem grünen Daumen der grüne Zeigefinger wird. In Unternehmen ist der Vorteil ein ganz anderer: Effektivität und Produktivität steigen enorm, denn die sprichwörtlichen Zahnräder greifen besser ineinander. Zudem wird bei fachmännischer Auswertung der Daten ersichtlich, wo Potenziale liegen:

 

Big Data mit zwei Gesichtern

Das Auswerten der Daten ist Fluch und Segen zugleich. Die Erkenntnisse, die in großen Datensätzen und der angewandten Mustererkennung schlummern, sind je nach Einsatzbereich besonders hilfreich oder unheimlich. Bei Streamingdiensten werden Filme und Musik vorgeschlagen, die Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit gefallen – Unterhaltung nach Ihrem Geschmack. Bei Wahlkampfwerbung werden Ihnen im Web Nachrichten angezeigt, die Personen mit denselben Interessen wie Sie überzeugt haben – das hat eher einen negativen Beigeschmack. Big Data hat zwei Gesichter: zum einen das freundlich grinsende, das einem ein gutes Gefühl gibt, dessen wahre Absichten man aber erst hinterher erkennt, und zum anderen das unaufgeregte stoische Gesicht, das fast schon langweilig aussieht, dafür aber die Zusammenhänge versteht, Muster erkennt, Ableitungen erstellt und Vorschläge macht, auf die man selbst nicht gekommen wäre.

 

Teilen macht Spaß

»Mein, dein. Das sind doch alles bürgerliche Kategorien«, lässt Marc-Uwe Kling seinen Protagonisten in einem seiner Bestseller manifestieren. Und veranschaulicht dabei, welche Einstellung die neue Konsumgeneration gegenüber Besitz hat. In einer Zeit, in der man nichts oder wenig hatte, wurde Besitz ein Element, das einen Statusunterschied macht. Nun leben wir in einer Zeit und einer Region, in der wir zwar nicht alles, aber zumindest genügend besitzen. Besitz ist kein Unterscheidungskriterium mehr, kein Statussymbol. Die Einstellung zu Besitz ändert sich und ist der Nährboden für einen neuen Wirtschaftsbereich: Sharinganbieter. Sharingdienste sprießen nur so aus dem Boden. Fahrdienste, E-Scooter, Autos, Werkzeuge, Wohnungen – alles wird geteilt. Viele etablierte Geschäftsmodelle bauen auf Besitz als Basis sowie als Statussymbol auf und stehen dem Teilen kritisch gegenüber. Vor allem ist es ihnen ein Dorn im Auge, dass sie sich den Markt nun mit neuen Mitbewerbern teilen müssen.

 

Fehler sind Teil der Lösung

Trial and Error, Versuch und Irrtum – das war die Methode, mit der wir uns als Kinder die Welt erschlossen haben. So lernten wir, wie dick ein tragender Ast sein muss, wo die erzieherische Konsequenz der Eltern beginnt und wie viel Eis man essen kann, bevor man Bauchweh bekommt. Während der Schulzeit wurde das Fehlermachen mit schlechten Noten »bestraft«, und damit wurde aus dem Prozess des Scheiterns, der einen weiterbringen soll, ein Tabu gemacht. Die klassische Geschäftswelt war früher so angelegt, dass Fehler darin ebenfalls nicht vorgesehen waren: Ein wirtschaftlicher Schaden, ein Wettbewerbsnachteil oder eine Klage drohten als Folgen. Mit der zunehmenden Digitalisierung werden Fehlern oder dem Scheitern Raum eingeräumt, um daraus zu lernen und dadurch zu wachsen. Da sämtliche Softwarelösungen digital sind, kann man sie genau auswerten sowie kurzfristig anpassen und so die Lernphase mit der nächsten Adaptionsphase kombinieren. Endlich ist es wieder in Ordnung, Fehler zu machen, um daraus zu lernen. Alles ist Beta.

Auch dieser Artikel. Sicher haben wir einen Trend vergessen, der Ihnen wichtig ist, der für Sie eine Chance darstellt oder mit dem Sie Erfahrungen gemacht haben. Die Digitalisierung geht weiter, und wir können gespannt sein, über welche neuen Trends wir in einigen Jahren voller Erstaunen berichten werden.

 

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